Wer sich mit modernen Wärmebildkameras befasst wird auf Begriffe wie “Image-Combining”, “Image-Fusion” oder “MSX®-Technologie” stoßen.

Viele fragen sich, was dies bedeutet und was der Unterschied ist. Noch viel wichtiger ist aber zu wissen, ob diese Features in der Praxis relevant sind und es sich lohnt bei Infrarotkameras dafür mehr zu bezahlen.

Im Folgenden erläutern wir genau die einzelnen Begriffe und erklären die feinen Unterschiede und Bedeutungen. Zum Abschluss geben wir unser Fazit, ob sich das Ganze im Alltag wirklich lohnt.

 
 

Was versteht man unter “Image-Combining / -Fusion / MSX®”?

  • Auf dieser Website taucht häufiger der Fachbegriff “Image-Combining” auf. Dies ist ein Oberbegriff bei der Digitalen Bildverarbeitung, wo mehrere Bilder zu einem zusammengefügt werden. Wie dies geschieht, drückt er jedoch noch nicht aus. Es kann sich zum Beispiel um Bild-in-Bilddarstellung oder auch Image-Fusion handeln.
  • Image-Fusion

    Image-Fusion

    Unter Image-Fusion versteht man die Verschmelzung mehrere Bilder zu einem Gesamtbild. Bei Wärmebildkameras wird dabei für gewöhnlich eine Aufnahme einer Digitalkamera im sichtbaren Spektrum mit dem Infrarotbild verrechnet. Es ergibt sich eine höhere Kontrasttiefe.

  • MSX® ist eine von FLIR patentierte Technologie und zählt zu Image-Fusion. Der Hersteller wirbt mit einer deutlichen Verbesserung der Erkennbarkeit von Details in Wärmebildern.

Wie funktioniert Image-Combining?

  • Bild-in-Bild

    Bild-in-Bild

    Bei der Bild-in-Bild Darstellung wird das Bild von dem visuellen Spektrum von der Position her über das Infrarotbild gelegt oder anders herum. Manchmal ist eine prozentuale Abschwächung der Deckkraft eines der Bilder möglich. Problematisch ist aber die farbliche Überblendung, die die in Farben kodierten thermischen Informationen verfälscht.

  • Aufwendigere Bildverarbeitungsalgorithmen kommen zum Beispiel bei MSX® zum Einsatz. Das visuelle Spektrum liefert für das resultierende Bild wertvolle Informationen über die Kanten von Gegenständen. Das Wärmebild alleine sieht oftmals “unscharf” aus, weil optische Informationen, die auf die räumlichen Beschränkungen von Objekten schließen lassen, fehlen. Grob gesagt setzt sieht das resultierende Bild also aus einem Bild des visuellen Spektrums mit Kantenfindung und dem eigentlichen Wärmebild zusammen. Die Farben der Digitalkamera dienten nur zur Kantenerkennung und spielen am Ende keine Rolle mehr, da sie das Ergebnis verfälschen würden.

Lohnt sich dieses Feature?

Image Combining

MSX®

Besonders bezahlt macht sich Image-Fusion bei Infrarotkameras mit sehr geringer Auflösung des Infrarotsensors. Eine relativ günstige Digitalkamera wird dann in das Gerät integriert und kann zu deutlich aussagekräftigeren Wärmebildern beitragen.

Eines gilt es jedoch stets zu beachten, auch wenn viele Hersteller diesbezüglich gerne unklar ausdrücken: Die thermischen Informationen können jedoch nicht auf eine “magische” Art und Weise dadurch besser aufgelöst werden.

Hochauflösende Wärmebildkameras liefern an und für sich schon sehr nuancierte Aufnahmen und haben meist ohnehin Features wie Image-Fusion an Board.