An Verarbeitung denken

Als allererstes sollte auf eine solide Verarbeitung geachtet werden. Was nützt eine tolle Sensor-Auflösung und viele Zusatzfunktionen, wenn das Gerät nach dem Auspacken schon Mängel aufweist?

Die Verlockung ist oft groß, vor allem für den Einsteiger und Privatanwender, zu günstigen Fern-Ost-Produkten zu greifen und scheinbar viel Geld zu sparen. Aber diese Hersteller versuchen oft mit einem niedrigen Preis in den etablierten Wärmebildkamera-Markt einzusteigen und sparen oftmals an der Qualität.

Waermebildkamear-Vergleich-beachten-MilkEs gilt natürlich zu beachten, wie viel Geld Sie ausgeben wollen, aber bekannte Markenhersteller liefert meist zuverlässig hohe Qualität und oft guten Support, falls doch Probleme auftauchen sollten. Haben Sie vor, das Gerät nur sporadisch für ein Projekt einzusetzen und dann griffbereit haben zu wollen, kann einem die Wahl eines No-Name-Hersteller viel Geld sparen.

Sensor-Auflösung beachten

Ein wichtiger Punkt, der beim Kauf einer Wärmebildkamera beachtet werden sollte, ist die Auflösung des Infrarot-Sensors des Gerätes.

In Kombination mit dem FOV (Field of View) schränkt eine zu geringe Auflösung den Einsatzbereich oft ein. Bei einem relativ großen Sichtfeld und geringer Auflösung sollten Sie beachten, dass eine Haus-Außenfassade nur schwer untersucht werden kann, da sich Details einfach nicht erkennbar seinen werden. Andererseits, soll zum Beispiel eine elektronische Schaltung untersucht werden, kann eine Wärmebildkamera mit geringer Auflösung und schmalen FOV bereits ausreichend sein, da dass Messobjekt selbst klein ist.

Beachten Sie zwar, dass der Preis einer Wärmebildkamera stark von deren Sensor-Auflösung abhängt, dass man sich aber wie erwähnt, dadurch auch auf bestimmte Einsatzbereiche einschränkt. Oft stößt man erst nach dem Erwerb eines Gerätes auf weitere thermische Fragestellungen und es wäre Schade, wenn die Leistung des neuen Gerätes nicht mehr ausreichend würde. Überlegen Sie, ob sich ein leistungsstärkeres Gerät sich lohnen würde.

Auf einfache Bedienung achten

Als wichtigste Eigenschaft, die Anfänger und Einsteiger in der Thermografie beachten sollten, ist eine simple Handhabung und Bedienung des Gerätes.

 
 

Oft werben Hersteller mit vielen Zusatzfunktionen und Einstellmöglichkeiten. Zum einen kann dadurch der Einsteiger überfordert sein, und die Einarbeitungszeit verlängert sich unnötig. Andererseits, sind oft nur wenige Kernfunktionalitäten einer Wärmebildkamera für einen richtigen Einsatz entscheidend.

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, ob man zur einfacherer Anvisierung eine integrierte Digitalkamera und Laser wünscht, da dies bei häufigen Einsatz die Arbeitsabläufe erheblich beschleunigen kann.

Auch sollte die Wärmebildkamera nicht mit zu vielen Knöpfen überladen sein, da dies nicht nur für große Hände zum Nachteil werden kann, aber auch in der Praxis häufig für frustrierende Verwechslungen sorgen kann.

Hat man bereits jahrelang mit einem bestimmten Modell eines Herstellers gearbeitet und ist die Bedienung gewohnt, sollte man beachten, dass der Wechsel zu einem anderen Hersteller oft mit einer Gewöhnungsphase einhergehen kann.

Funktionsumfang beachten

Achten Sie beim Kauf einer Wärmebildkamera auf hilfreiche Zusatzfunktionen! Als Elektroinstallateur oder Heizungstechniker ist ein auf jeden Fall zu beachten, dass die Wärmebildkamera über eine Integrierte Digitalkamera und am besten noch eine sogenannte Image-Combining-Darstellung verfügt. Dadurch erleichtern man sich den Diagnosevorgang erheblich und kann auch bei der Dokumentation von Schäden wertvoll sein. Bei der Untersuchung einer Aussenfassade sind diese Funktionen nicht unbedingt kaufentscheidend – vielleicht aber die Möglichkeit eine Messfläche zu definieren, wo Durchschnitts- , Maximal- und Minimalwert berechnet werden.

Die Kehrseite der Medaille von vielen integrierten Funktionen ist, wie schon angedeutet, ein erhöhter Einarbeitungsaufwand und ein schwieriger Einstieg für Anfänger, die vielleicht nicht so viel technisches Hintergrundwissen haben.

Nicht selten verlangen Hersteller für scheinbar einfache Zusatzfunktionen oft erhebliche Aufpreise. Deshalb sollte man letztendlich beachten, welche bestimmte Funktionen einer Wärmebildkamera wirklich für die geplanten Einsatzzwecke benötigt werden.