Infrarot-Thermometer

Infrarot-Thermometer sind ein einfaches Gerät zur berührungslosen Erfassung von Temperaturen. Sie können nur die durchschnittliche Temperatur in einen Messbereich (Messkegel) anzeigen.

Der Abstand zum Messobjekt und die Optik des Gerätes bestimmt die Größe dieses Messkegels – was beim Kauf unbedingt beachtet werden sollte. Man sollte dabei den Einsatzzweck und die Gegebenheiten im Hinterkopf behalten – vor allem wenn man in kleinen Räumen operiert!

Infrarot-Thermometer eignen sich insbesondere für:

  • Einfache Messungen zum Suchen von kalten Mauern
  • Schnelle Messungen von großen und sehr heißen Objekten (heiße Flüssigkeit)
  • Grobe Untersuchung von Heizungsrohren und Installationen
  • Bodenheizung / Zimmertemperatur in verschiedenen Räumen grob prüfen
  • Molecular Gatronomy” – Wissenschaftliches Kochen / Profiköche
  • Einfache Physikexperimente
  • etc.

Klare Vorteile von Infrarot-Thermometern sind der geringe Preis und die sehr einfache Bedienung. Außerdem können viele Infrarot-Thermometer Temperaturen bis einige tausend Grad messen.

Wärmebildkamera

Eine Wärmebildkamera erfasst – im Gegensatz zu Infrarot-Thermometer – nicht nur einen Messpunkt, sondern tausende, gar Millionen, “Messpunkte” (Pixel) gleichzeitig. Das sich daraus ergebende Bild ermöglicht viel genauere und schnellere Analysen der Temperaturverläufe an einem Messobjekt.

Hat man mit, wie den folgenden, Fragestellungen zu tun, sollte man unbedingt den Kauf einer Wärmebildkamera überlegen:

 
 
  • Muss ein Heizkörper altersbedingt getauscht werden?
  • Weist ein Solarmodul Hot-Spots auf?
  • Weißt ein Fenster lokalisierte thermische Schwachstellen auf, oder wurde mangelhaft verbaut?
  • Gibt es Auffälligkeiten in einem Schaltkasten?
  • Erhitzen sich bestimmte bewegliche Teile besonders stark in einem Gerät (Getriebe, Mechaniken) nach Belastung?
  • Gibt es kalte Stellen in meiner Bodenheizung und warum?
  • etc.

Fazit:

Letztendlich hängt die Wahl von Wärmebildkamera oder Infrarot-Thermometer von dem geplanten Einsatzweck und Einsatzhäufigkeit ab.

Soll gelegentlich ein einfaches, grobes Messobjekt (z.B. Flüssigkeit in einem Behälter, Ofentemperatur, etc. ) untersucht werden, genügt ein günstiges Infrarot-Thermometer allemal. Auch der erwähnte und oft größerer Temperaturbereich von Infrarot-Thermometern ist oft richtungsweisend.

Interessiert man sich jedoch für kleine thermische Unterschiede in elektrischen Schaltkästen, oder will man ein Fenster an einem Haus genauer untersuchen, ist ein bildgebendes Gerät oft von Vorteil.  Auch bei der Untersuchung von Solarmodulen ist es essentiell, ein Bild und nicht nur einen Messpunkt zu haben, da lokalisierte Temperaturunterschiede zu wichtigen Schlussfolgerungen führen können.

Hier nützt es nicht zu Sparen, denn falsche Schlüsse, die aus der Verwendung des falschen Gerätes herrühren, können teuer werden, oder in Frustration enden. Eine gute Wärmebildkamera kann Details erfassen und sorgt damit bei der Problemerkennung und Behebung von Schwachstellen oft für einen deutlichen Vorteil. Anfänger sollten sich aber im Vorfeld über benötigte Funktionen und Spezifikationen informieren.

Bei der Wahl zwischen Wärmebildkamera oder Infrarot-Thermometer kann man sich für einfache Anwendungszwecke auch die “Hybriden”, Kamera-Infrarot-Thermometer, anschauen.