Wann lohnt es sich eine Wärmebildkamera zu mieten?

Mieten statt kaufen? Wärmebildkameras können teuer sein und viele überlegen sich, ob es nicht sinnvoll ist, einfach das Gerät für das benötigte Projekt / Untersuchung zu mieten.

Die wichtigste Frage, die man sich stellen sollte um zwischen Kaufen oder Mieten zu entscheiden ist, wie oft man das Gerät voraussichtlich nutzen wird.

Ist es unklar oder durchaus möglich, dass man die Wärmebildkamera häufiger einsetzen wird, kann auch das Mieten (oft über 100 Euro / Tag) schnell teuer werden, und man hat am Schluss wortwörtlich “nichts in der Hand”. Hätte man eine günstige Wärmebildkamera gekauft, könnte man diese  – natürlich mit etwas Wertverlust – wieder verkaufen oder selber wieder verleihen.

mieten coins photoRepariert man in Eigenregie Schäden an einem Gebäude, z.B. Schimmel an einer Wand, muss man damit rechnen, dass der Schaden wiederkehrt und bei die erste Untersuchung mit der Wärmebildkamera vielleicht nicht die letzte sein wird. Oft merken vor allem Einsteiger wie nützlich der “Blick in das Unsichtbare” sein kann und wollen sich dann eine eigene Wärmebildkamera für vielfältige Projekte anschaffen.

Andererseits bietet das Mieten einer Wärmebildkamera eine Möglichkeit für Anfänger und Interessenten, die Thermografie ein wenig näher kennenzulernen und vielleicht erst später über eine Investition in eine teure Wärmebildkamera nachzudenken.

Zur Orientierung können bei folgenden Einsatzbeispielen könnte das Mieten einer Wärmebildkamera sinnvoll sein:

 
 
  • Kurzes Forschungs- oder Schulprojekt mit klarer Fragestellung
  • Ausprobieren, ob überhaupt eine bestimmte Fragestellung mit einer Wärmebildkamera sinnvoll untersucht werden kann, bzw. welche Performance (z.B. Auflösung) ausreichend ist
  • Vermutete Bauschäden bestätigen
  • usw.

Was es beim Mieten zu beachten gibt

Zuerst gilt es, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden. Er sollte auf all Ihre Fragen ausführlich eingehen und Sie mit seinem Angebot für Ihre Fragestellung passend beraten. Das sollte bei den Preisen für das Mieten dieser Geräte selbstverständlich sein.

Fragen Sie nach, ob die Wärmebildkamera regelmäßig kalibriert wird und wann dies zuletzt geschehen ist. Auch über die Leistungsdaten (v.a. Auflösung) der Wärmebildkamera sollten Sie sich im Vorhinein im Klaren sein und sie sollten zu Ihren Bedürfnissen und Kenntnissen passen.

Wenn der Anbieter damit punkten will, wie teuer die Wärmebildkamera zu kaufen sei, bedenken Sie, dass Sie diesen auch Wert ersetzen müssten, falls Sie das Gerät beim Mieten irreparabel beschädigen würden.

Fragen Sie auch, ob das Gerät geliefert wird, oder ob Sie es abholen und zurückbringen müssen.

Stellen Sie explizit sicher, dass zu dem vereinbarten Preis für das Mieten keine weiteren Kosten mehr hinzukommen. Üblich ist ein Tagespreis um die 100 Euro je nach Modell und Angebot. Wenn Sie die Kamera länger mieten, können Sie in der Regel mit einem Rabatt rechnen.