PCE-TC 30

PCE-TC 30
7.6

BEDIENUNG

8.5 /10

FUNKTIONSUMFANG

7.0 /10

AUFLÖSUNG

6.5 /10

VERARBEITUNG

8.5 /10

PREIS/LEISTUNG

7.5 /10

Vorteile

  • Einfache Einarbeitung in das Modell
  • Gute PC-Software

Nachteile

  • Eingeschränke Temperaturbereiche
  • Schwache Auflösung

Die Einsteiger-Wärmebildkamera PCE-TC 30* ist einfach zu bedienen und für den Einsatz auf dem Bau oder bei der Elektroinstallationen ausgelegt.

Technisch ist sie eher im Mittelfeld angesiedelt, kann aber mit einer simplen Bedienung und einer guten PC-Software punkten.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Stärken und Schwächen dieses Gerätes und können unsere Meinung in einem abschließenden Fazit finden.

Die Wärmebildkamera PCE-TC 30

PCE-TC_30Vorne muss vor Bedienung die Linsen-Schutzkappe entfernt werden, die magnetisch angebracht ist. Über die Betätigung des “Abzug”-Hebels können Aufnahmen auf der SD-Karte gespeichert werden. Unter dem Display der Wärmebildkamera befinden sich 5 Knöpfe, davon ein Navigations-Kopf zur leichteren Steuerung im Menü, 2 Links-Rechts Knöpfe, ein Einschaltknopf, sowie ein “Replay”-Knopf.

Über ein Fokus-Rad an der Seite vorne wird der Fokus der Optik variabel angepasst. Die mitgelieferte Trageschlaufe kann unten am Griff eingehängt werden und schützt die Kamera vor einem Sturz.

In der Standard-Anzeige befindet sich rechts im Display eine Skala, die den Temperaturverlauf von Kalt nach Heiß darstellt, sowie – links oben – die im Messpunkt erfasste Temperatur. Der eingestellte Emissionsgrad wird links oben eingeblendet. Rechts oben ist noch zusätzlich eine Batteriestand-Anzeige.

PCE-TC_30_displayDas Menü wirkt etwas veraltet, aber man findet sich schnell zurecht. Es können unter anderem verschiedene Farbpaletten oder Temperatur-Analysen ausgewählt werden.

Über eine Micro-USB Schnittstelle sendet man die aufgenommen Daten direkt an einen PC. Alternativ kann auch die SD-Karte entfernt werden und die Bilder mit Hilfe eines SD-Kartenlesers betrachtet werden.

Zur automatischen Analyse des Infrarot-Bildes kann in einem Gebiet die maximale und die minimale Temperatur erfasst werden. Natürlich kann auch nur in einem Punkt die Temperatur – nach entsprechender Einstellung des Emissionskoeffizienten – gemessen werden. Praktisch ist auch die Option, einen Schwellwert nach oben oder unten anzugeben, bei dem dann Temperaturbereiche entsprechend farblich markiert werden.

Die Temperatur wird wahlweise in Fahrenheit oder Celsius angezeigt. Auch eine automatische Abschaltung kann unter dem Menüpunkt Einstellungen aktiviert werden und schützt den Akku bei längeren Nichtbenutzung des Gerätes.

In der Analyse-Software für den PC können einige zusätzliche Funktionen auf die Wärmebilder angewendet werden. Zum Beispiel kann eine Spektralanalyse angezeigt werden oder mehrere Messpunkte oder Messbereiche gleichzeitig im Wärmebild gesetzt werden. Neun verschiedene Farbpaletten können nachträglich nach Belieben gewählt werden und auch eine punktweise Wahl der Emissionskoeffizienten ist möglich. Eine rudimentäre Vorlage zur Erstellung eines thermografischen Berichtes ist auch mit der Software möglich.

Technische Daten

Mit einer Sensor-Auflösung von 80 x 80 Pixeln gehört die PCE-TC 30 zwar nicht zu den am höchsten auflösenden Wärmebildkameras, liefert aber noch aussagekräftige Wärmebilder.

 
 

Leider beträgt der erfassbare Temperaturbereich nur 0 °C bis 250 °C, was vor allem in einem kalten Winter bei Außenaufnahmen usw. eine Einschränkung sein kann. Auch die Umgebungstemperatur darf laut Hersteller nur zwischen 0 °C und 50 °C liegen.

Die thermische Sensitivität der PCE-TC 30 ist mit 80 mK sehr gut, wobei der Emissionskoeffizient beliebig eingestellt werden kann. Optisch ist sie mit einem 18,5 ° x 18,5 ° Sichtfeld eher weniger für kleine Innenräume geeignet.

Mit einer Bilddiagonale von 2,5 Zoll und 320 x 240 Pixel ist das LCD dieser Wärmebildkamera ausreichend groß, dass den meisten Anforderungen genügt.

Es ist auf zwei Arten möglich, den mitgelieferten Akku zu laden. Entweder standardgemäß über die USB-Schnittstelle, wenn sich der Akku in der Wärmebildkamera befindet, oder alternativ über einen zusätzlich erhältliches externes Ladegerät.

Angenehm sind die Abmessungen der Wärmebildkamera (103 x 98 x 258 mm) bei einem Gewicht von 755 g.

Einsatzgebiete der PCE-TC 30

Besondere empfehlenswert ist der Einsatz der PCE-TC 30 Wärmebildkamera auf dem Bau oder im Elektrohandwerk.

Elektrische Schaltschränke und Aufbauten lassen sich damit gut überprüfen und Auffälligkeiten sind dank der guten thermischen Empfindlichkeit sofort erkennbar.

Am Bau hilft diese Wärmebildkamera bei der Kontrolle von thermischen Fragestellungen oder Heizungsinstallationen.

Lieferumfang

  • PCE-TC 30 WärmebildkameraPCE-TC_30_lieferumfang
  • USB-Kabel (1 Meter)
  • USB-Ladeadapter
  • Akku
  • SD-Karte
  • Trageschlaufe
  • Software
  • Bedienungsanleitung

Fazit – PCE-TC 30

Die PCE-TC 30 Wärmebildkamera ist ein vernünftiges Modell in der Preisklasse für thermografische Einsteiger. Sie wirkt robust und handlich und kann mit einer guten Software für den PC Pluspunkte sammeln.

Leider fallen die thermische Auflösung und der Betriebstemperaturbereich klein aus. Trotzdem ist diese Wärmebildkamera für alle empfehlenswert, die ein Gerät für die Gebäudetechnik oder dem Elektrohandwerk suchen.