Milwaukee M12TI

Milwaukee M12TI
7.7

BEDIENUNG

9.0 /10

FUNKTIONSUMFANG

6.5 /10

AUFLÖSUNG

8.0 /10

VERARBEITUNG

9.0 /10

PREIS/LEISTUNG

6.0 /10

Vorteile

  • Schneller Ladevorgang
  • Sehr einfach in der Bedienung

Nachteile

  • Keine Überblendung von visueller und thermischer Ansicht

Für den Einsteiger und Fortgeschrittenen hat der Hersteller Milwaukee mit der M12TI* ein Gerät für die Praxis ins Sortiment mit aufgenommen.

Sie ist für die Überprüfung von elektrischen Schaltungen und dem Heizungsbau gedacht und hat einen 120 x 120 Pixel Sensor.

Lesen Sie im Folgenden eine ausführliche Beschreibung der Wärmebildkamera mit allen Stärken und Schwächen sowie einem abschließenden Fazit.

Die Milwaukee M12TI Wärmebildkamera

Milwaukee_M12TIMit der 160 x 120 Pixel Auflösung kann man laut Hersteller ein 1 x 1 Zoll Objekt von einer Entfernung von 5 Metern noch sehen. Oder anders: ein Objekt mit der Größe 30 x 30 cm füllt genau einen Pixel bei einer Entfernung von 60 Metern.

Zur Bedienung stehen 6 Knöpfe zur Verfügung. Unter dem Display ist ein Navigationselement mit vier Richtungen und einem Druckpunkt in der Mitte zum Einschalten des Gerätes und Öffnen des Menüs. Mit der Taste rechts-oben kann eine integrierte LED eingeschalten werden – praktisch bei Aufnahmen mit schlechter Lichtsituation. Das thermische Bild der Wärmebildkamera wird davon aber nicht beeinflusst. Die Bild-Umschalttaste links-unten lässt zwischen visuellem und thermischen Bild hin-und herschalten.  Durchdacht ist auch die “Play”-Taste, mit der sofort auf die Galerie-Ansicht gewechselt werden kann. Mit dem Zurück-Button gelangt man zum Live-Modus wieder zurück. Mit dem Abzug vorne werden die Aufnahme und das Abspeichern des gerade auf dem Display angezeigten Bildes ausgelöst. Thermisches und visuelles Bild der Wärmebildkamera werden dabei gleichzeitig im Speicher abgelegt.

Die Wärmebilder werden dann intern auf der mitgelieferten 2 GB SD-Karte im JPEG-Format gespeichert. Laut Hersteller sind damit durchschnittlich bis zu 300 Bilder-Sets (thermisch + visuell) speicherbar. Eine Aufrüstung bis zu einer Kapazität von 32 GB (ca. 4800 Bilder-Sets) ist aber möglich.

Über einen drehbaren Fokus-Ring vorne bei der Linse der Wärmebildkamera kann die Schärfe des thermischen Bildes justiert werden. Das visuelle Bild hingegen muss nicht fokussiert werden, da mit einem Fix-Fokus gearbeitet wird.

Im Modus zur Bildbetrachtung kann zwischen dem visuellen Bild und der thermischen Aufnahme hin-und hergeschalten werden. Im Display selbst wird oben die in der Mitte des Bildes gemessene Temperatur angezeigt, nebst einer Skala unten von kalt bis heiß. Die Einstellmöglichkeiten halten sich in Grenzen. Der Emissionskoeffizient kann beliebig angepasst werden, auch ein paar Konfigurationsmöglichkeiten bei der Temperaturskala sind möglich. Drei verschiedene Farbpaletten zur Anzeige der thermischen Informationen sind auswählbar (Eisen, Regenbogen und Grau).

Praktisch ist die Ladezeit mit dem Schnellladegerät von nur 30 Minuten. Der Akku wird dazu von der Wärmebildkamera abgeklemmt und in das mitgelieferte externe Ladegeräte gesteckt.

Anwendungsgebiete

Mit der M12TI Wärmebildkamera können Einsteiger und Fortgeschrittene ohne große Vorkenntnisse schnell thermische Untersuchungen durchführen.

Besonders geeignet ist die Kamera für die Überprüfung von Elektroinstallationen und Industriellen Aufbauten.  Auch im Heizungsbau kann die M12TI zur Kontrolle und Fehlersuche gut eingesetzt werden.

 
 

Technische Daten und Details

Die M12TI verfügt über einen 160 x 120 Pixel Sensor (ungekühltes Mikrobolometer-Array) für einen Wellenlängenbereich von 8 bis 14 µm.

Im visuellen Bereich liefert die Kamera Bilder in 1,3 MP Auflösung bei einem benötigten Mindestabstand von 30 cm und 56 ° x 46 ° FOV.

Absolute praxistauglich ist der erfassbare Temperaturbereich, der sich von -10 °C bis 350 °C streckt. Die thermische Sensitivität wird mit 0,1 K angegeben, bei einer Genauigkeit von ± 2°C oder ±2% des Messwertes.

Diese Wärmebildkamera verfügt über einen manuellen Fokus, d.h. das thermische Bild muss über ein Fokusrad optimal eingestellt werden, um scharfe Bilder zu bekommen. Positiv hervorzuheben ist dabei der minimale Fokusabstand von nur 10 cm. Das Sichtfeld beträgt 25 ° x 19 ° (horizontal x vertikal).

Die mitgelieferte PC-Software

Standardmäßig im Lieferumfang enthalten ist die sogenannte MILWAUKEE Thermal Imager Report Software. Sie dient im Wesentlichen dazu, Wärmebilder von der M12TI auf einen PC oder Laptop zu übertragen und zu betrachten. Die Software läuft auf Windows PCs mit XP, Vista oder Windows 7.

In den thermischen Bildern können punktweise die Temperaturen nachgemessen werden. Die Darstellung kann mit Hilfe von Farbpaletten so verändert werden, dass kritische Details einfacher zu erkennen sind. Zusätzlich gibt es eine Möglichkeit um Kommentare und Hinweise in die Bilder selbst einzufügen.

milwaukee_software

Wie der Name der Software schon verrät, ist ein weiterer Hauptbestandteil die automatisierte Berichterstattung über die aufgenommenen thermischen Bilder. Es können die gewünschten Bilder, die im Bericht auftauchen sollen ausgewählt werden und zu jedem Kommentare hinzugefügt werden. Abschließend ist ein Export als PDF zum Drucken, Versenden oder Speichern möglich.

In dem Menüpunkt “Analyse” können die rudimentären Werkzeuge am PC verwendet werden, um eine thermische Analyse der Bilder durchzuführen. Dazu zählen Punktmessungen mit individuellen Emissionskoeffizienten, Durchschnittstemperatur einer Fläche messen, Notizen hinzufügen sowie die Farbpaletten anpassen.

Im Lieferumfang enthalten:

  • M12TI Wärmebildkamera
  • Akku
  • Schnellladegerät
  • 2 GB SD Karte
  • USB Kabel
  • SD-Kartenleser
  • Tragebox
  • Handbuch
  • CD mit Software, Handbuch für die M12TI und Analysesoftware
  • Kalibrierungszertifikat

Fazit – Milwaukee M12TI

Die Milwaukee M12TI* ist zweifelsohne praxistauglich, und einfach zu bedienen. Leider ist diese Wärmebildkamera relativ teuer, was das Preis-/Leistungsverhältnis etwas trübt.

Ausgefallene Zusatzfunktionen finden sich weder bei der Wärmebildkamera noch der zugehörigen Analyse-Software – was aber auch ein Pluspunkt sein kann.