FLUKE VT02

FLUKE VT02
7.7

BEDIENUNG

9.0 /10

FUNKTIONSUMFANG

6.0 /10

AUFLÖSUNG

5.0 /10

VERARBEITUNG

9.5 /10

PREIS/LEISTUNG

9.0 /10

Vorteile

  • Bedienung
  • Überblendungsfunktion

Nachteile

  • Magere thermische Auflösung

Das Fluke VT02 ist als ein Hybrid aus Wärmebildkamera und punktweise messendes Thermometer anzusehen.

Im Praxiseinsatz dient das Wärmebild als Suchhilfe um schnell Temperaturmessungen durchzuführen. Das Menü wurde einfach gehalten und ist nicht überladen.

Erfahren Sie jetzt mehr in der folgenden Vorstellung der Fluke VT02.

Die Fluke VT02 Infrarot-Thermometer / Wärmebildkamera

Fluke VT02Diese Wärmebildkamera (Artikelnummer des Herstellers: 4253599) ist für den Arbeitsalltag designt worden. Der Hersteller bezeichnet das Gerät als “visuelles Infrarot-Thermometer”, was deutlich macht, dass der Schwerpunkt der Funktionen auf der punktuellen Messung liegt. Um diese zu erleichtern, wurden ein Wärmebildsensor und sogar eine visuelle Digitalkamera integriert. Es können Aufnahmen der beiden Sensor auf der SD-Karte abgespeichert werden.

Das Gerät ist nicht mit unnötigen Funktionen überladen und lässt sich entsprechend simpel bedienen und konfigurieren. Mit dem Ein-/ Ausschaltknopf auf der linken Seite lässt sich auch das Menü öffnen. Dort gelangt man zu den gespeicherten Bildern, der Einstellung für Datum, Uhrzeit,  Hintergrundtemperatur, Temperatureinheiten, Markierungen, Emissionswert und der Farbpalette. Zwischen den Optionen navigiert man mit den Knöpfen für hoch / runter und wählt Dinge mit dem “SELECT”-Button aus.

Vorne befindet sich der Abzug, der die Aufnahmen der Bilder auslöst. Es wird eine Schlaufe mitgeliefert, die unten am Griff in einer Öse eingefädelt werden kann und ein Tragen am Handgelenk ermöglicht. Selbst eine Befestigung auf einem Stativ ist Dank vorhandenem Stativgewinde möglich. Schön ist auch, dass das Objekt mit einem drehbaren Deckel geschützt werden kann.

Auf dem Display sieht man standardmäßig links oben die Temperatur im Messpunkt. Die Messmarkierung kann dabei auf Wunsch ein- oder ausgeblendet werden. Unten wird die Uhrzeit und rechts oben der eingestellte Emissionswert und der Akkuzustand angezeigt.

Das Sichtbild und das Wärmebild werden intern zu einem Gesamtbild fusioniert. Dazu muss aber die Wärmebildkamera wissen, wie weit sie sich vom Objekt befindet. Der Benutzer kann dies bei der Fluke VT02 einfach über zwei Buttons vorne (“NEAR” / “FAR”). Dabei handelt es sich um eine Nahaufnahme, wenn der Abstand weniger als 23 cm beträgt.

Der Emissionsgrad kann sehr flexibel in 0,01 Schritten von 0,10 bis 01,00 eingestellt werden. Die Einstellung der Hintergrundtemperatur zwischen 0 ° C und + 36 ° C verbessert dann zusätzlich die Zuverlässigkeit des angezeigten Messwertes.

Auch integriert wurde eine Funktion (“Temperaturmarkierung”), die in Echtzeit heiße oder kalte Bereiche gesondert im Wärmebild markiert. Dies ist hilfreich, um bei der Analyse Zeit zu sparen. Daneben gibt es die schon erwähnte Funktion um Wärmebild und Sichtbild zu überblenden. Diese Einstellung ist in 25 % Schritten konfigurierbar.

Als Farbpaletten stehen zur Verfügung:

  • Ironbow
  • Regenbogen
  • Hochkontrast-Regenbogen
  • Graustufen
  • Graustufen, invertiert

Die Spanne der Temperaturen wird dabei automatisch von der Kamera eingestellt.

Insgesamt finden auf der Mikro-SD-Karte laut Hersteller bis zu 10.000 Bilder Platz. Diese werden in einem proprietärem Format (“is2”) abgelegt.

Technische Daten

Die Temperaturerfassung übernimmt ein pyroelektrischer Keramiksensor in einem Temperaturbereich von – 10 ° C bis + 250 ° C mit einer Genauigkeit von ± 2 °C oder ± 2 % des Messwerts, wobei der jeweils größere Wert gilt (bei 23 °C Nenntemperatur). Die Kamera arbeitet mit einem Fix-Fokus ab einem Abstand von 50 cm und einer Bildaufnahmefrequenz von 8 Hz.

Die thermische Empfindlichkeit des Sensors beträgt weniger als 250 mK in einem Spektralbereich von 8 µm bis 14 µm.

 
 

Der Sensor der visuellen Kamera hat eine Auflösung von 11.025 Pixel und wird mit einem Gesichtsfeld von 20 ° x 20 ° auf dem 2,2 Zoll Display angezeigt.

Das Sichtfeld der Kamera beträgt 29,8 ° x 22,6 ° bei einer Brennweite von f=7,5 mm des Standard-Objektivs. Somit ist es relativ universell innen und außen einsetzbar. Der minimale Fokusabstand beträgt dabei 20 cm für das IR-Bild. Der Fokus selbst wird manuell vorne über ein Drehrad eingestellt.

Das Gewicht beträgt ca. 300 g bei Abmessungen von 21cm x 7,5cm x 5,5cm. Die Batterien werden einfach in das vorgesehene Fach gelegt, nachdem man den Batteriefachdeckel am Griff der Wärmebildkamera entfernt hat.

Laut Hersteller sind mit den 4 AA Batterien eine Betriebsdauer von 8 Stunden zu erwarten.

Die PC-Software

Es wird eine Software zum Erstellen von Berichten und nachträglichen bearbeiten der Bilder mitgeliefert. Diese Applikation namens “SmartView” verwendet der Hersteller Fluke auch für seine anderen Wärmebildkameras. Für den mobilen Einsatz gibt es eine App für Tablets.

Eine besondere Funktion ist die IR-Fusion Technologie, die nachträglich Wärmebild und Sichtbild überblenden lässt.

Mehr dazu hier.

 

Einsatzgebiete

Fluke empfiehlt als Einsatzorte der VT02 Arbeiten von Elektrikern und Wartungsleuten. Sie erleichtert das Entdecken von Problemstellen und kann punktgenaue thermische Messungen anfertigen.

Ein weiteres mögliches Einsatzgebiet ist der Heizungsbau oder die Gebäudetechnik. Im Prinzip sind bei der Anwendung der VT02 keine Grenzen gesetzt, zumal sie für verschiedene Abstände und weite Temperaturbereiche gerüstet ist.

Lieferumfang

  • Visuelles IR-Thermometer VT02
  • Tragetasche
  • Mikro-SD-Karte
  • SD-Kartenadapter
  • 4 x AA Batterien
  • Bedienungsanleitung (mehrsprachig)

Fazit – Fluke VT02

Die Fluke VT02 ist eine preiswerte Mischung aus Wärmebildkamera und Infrarot-Thermometer. Sie ist voll für den Praxiseinsatz konzipiert ohne viel Schnickschnack.

Der erfassbare Temperaturbereich und die Überblendungsfunktion sind gut. Mit der mitgelieferten SD-Karte lassen sich viele Aufnahmen abspeichern.

Insgesamt ist das angezeigt Wärmebild als Suchhilfe bei der Punktmessung zu verstehen, denn die Auflösung ist relativ gering. Trotzdem kann man nachträglich mit der passenden Software genauere Analysen tätigen.