FLIR C2 THERMAL KAMERA

FLIR C2 THERMAL KAMERA
8.7

BEDIENUNG

9.5 /10

FUNKTIONSUMFANG

8.5 /10

AUFLÖSUNG

7.5 /10

VERARBEITUNG

9.5 /10

PREIS/LEISTUNG

8.5 /10

Vorteile

  • MSX® (Image-Combining), aussagekräftige Bilder
  • Handlich
  • Bedienung einfach durch Touchscreen
  • LED Licht integriert

Nachteile

  • Beschränkter Temperaturbereich nach oben
  • Sensor Auflösung
  • Knapper Speicher, nicht erweiterbar
  • Akkulaufzeit

Als Einsteiger-Wärmebildkamera im Taschenformat liefert die FLIR C2 aussagekräftige Bilder.

Mit der patentierten MSX-Technologie erkennt man schnell im Wärmebild die umgebenden Strukturen und kann die Diagnose dadurch erleichtern.

Lesen Sie mehr über die FLIR C2* im Folgenden und lernen Sie die Stärken und Schwächen dieser Wärmebildkamera kennen.

Die FLIR C2 Wärmebildkamera

CLIR C2Über den 3-Zoll Touchscreen wird die FLIR C2 relativ einfach und intuitiv bedient. Es gibt lediglich an der Seite einen Knopf zum Ein- und Ausschalten und eine großzügige Schaltfläche um das angezeigte Bild zu speichern.

Die Verarbeitung macht einen sehr hochwertigen Eindruck, wie man es von dem Markenhersteller FLIR gewohnt ist. Es findet sich auch eine Öse zum Befestigen eines Sicherheitsgurtes um einen Sturzschaden zu vermeiden. Auch eine zuschaltbare LED zum Ausleuchten für das sichtbare Spektrum wurde integriert. Insgesamt wurde diese Wärmebildkamera für den einfachen Transport in der Hosen- oder Hemdtasche durchdacht designt und macht sich dadurch gut im Alltags-Einsatz.

Auf dem Display wurden die Schaltflächen groß genug angelegt um sie einfach per Berührung mit dem Finger zu erreichen. Man findet sich schnell in den Menüleisten zurecht. Standardmäßig werden die im Fadenkreuz gemessene Temperatur links oben zusammen mit dem Batterie- und Speicherzustand sowie weiteren Statussymbolen angezeigt. Rechts ist eine Skala, die adaptiv die Ober- und Untergrenze des Temperaturbereichs einstellt, angezeigt. Dreht man die Infrarotkamera, richten sich die Menüelemente automatische an die neue Lage aus (kann optional deaktiviert werden).

Mit einem Tippen gelangt man ins Menü und von dort zu der Bildergalerie. Mit Streichbewegungen nach links-rechts oder oben-unten kann man zwischen den Bildern und den Anzeigevarianten hin- und herschalten.

Es können vier verschiedene Farbpaletten zur Darstellung gewählt werden. Darunter zählen : “Eisen”, “Regebogen”, “Regenbogen HC” und “Grau”.

Die FLIR C2 verfügt über die MSX-Technologie und kann somit Wärmebild und sichtbares Spektrum fusionieren. Das erhöht die Aussagekraft der Bilder trotz geringer Sensor-Auflösung. Um kleine Unterschiede zwischen den beiden Sensoren auszugleichen, kann man im Menü den Abstand zum Objekt einstellen. Weitere Einstellmöglichkeiten sind zum Beispiel eine fixe Temperaturskala und der Emissionsgrad. Auch gibt es Möglichkeiten eine automatische Abschaltung zu aktivieren um Strom zu sparen.

Auf dem internen Speicher werden die Bilder radiometrisch abgespeichert, um sie entweder direkt im JPEG Format zu nutzen, oder mit der “FLIR Tools”-Software genauer analysieren zu können. Mit jedem Wärmebild wird zugleich ein Foto von der Digitalkamera mit dem sichtbaren Spektrum gemacht. Insgesamt können damit ca. 500 Bildersets gemacht werden. Eine Erweiterung des Speichers mit handelsüblichen SD-Karten ist leider nicht möglich.

Der Akku der FLIR C2 wird über ein USB Kabel geladen. Man kann dazu das mitgelieferte Netzteil verwenden. Die Nenn-Ladedauer des 3,7 V LiPos beträgt 2h und liefert laut Datenblatt eine Betriebsdauer von nur ca. 1,5 h. Mit Hilfe der klaren und verständlichen Bedienungsanleitung finden sich Einsteiger mit der FLIR C2 Wärmebildkamera schnell zurecht. Fortgeschrittene können zusätzlich das Softwarepaket “FLIR Tools” nutzen, um noch mehr aus den Aufnahmen herauszuholen.

Technische Daten und Details

Der Temperaturbereich streckt sich von -10°C bis +150°C. Damit kommen für die Anwendung vor allem nur die Gebäudetechnik und einfache technische Felder in Frage. Dabei hilft auch das weite Sichtfeld (FOV) 41 ° x 31 ° bei der Untersuchung von Innenräumen und Fenstern.

Es ist keine Fokuseinstellung dank Fix-Fokus nötig. Der minimale Fokusabstand beträgt für das IR-Bild nur 15 cm und für MSX leider 1 Meter.

 
 

Das 3-Zoll Display hat eine Auflösung von 320 x 240 Pixel und der IR-Sensor nur 80 x 60 Pixel mit einem Spektralbereich von 7,5 bis 14µm. Die Genauigkeit wird im Datenblatt mit ±2°C oder 2% des Messwertes angegeben. Die Digitalkamera hat eine Auflösung von 640 x 480 Pixel.

Gut ist die thermische Empfindlichkeit von < 10 mK, was kleinste Temperaturunterschiede im Infrarotbild sichtbar macht.

Die FLIR hat bei den handlichen Abmessungen von 12,5 x 8,0 x 2,4 cm nur ein Gewicht von 130 g. Eine Befestigungsmöglichkeit für ein Stativ ist nicht vorhanden.

Anwendungsgebiete

Bei dieser Wärmebildkamera von FLIR handelt es sich definitiv um ein Einsteigergerät, das aber unterstützend im beruflichen Alltag eingesetzt werden kann. Die geringe Sensor-Auflösung im Infrarotbereich lässt natürlich nicht die Anfertigung von rechtskräftigen thermischen Gutachten zu, aber die MSX-Technologie liefert trotzdem schon aussagekräftige Bilder.

Besonders im Innenbereich macht sich die FLIR C2 gut zum Aufspüren von Feuchtigkeitsschäden und Wärmebrücken. Auch bei der Elektrik kann diese Wärmebildkamera zum Beispiel Verkabelungsdefekte oder Schäden an Sicherungen erkennen.

Die mitgelieferte PC-Software

Über das umfangreiche Software-Programm “FLIR Tools” können Anwender die Aufnahmen von der Wärmebildkamera auf den PC übertragen und dort genau analysieren.

Es steht eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung um nachträglich die radiometrischen Bilder darzustellen und zu kennzeichnen. Auch Vorlagen zur Erstellung eines Berichtes sind vorhanden.

Mit den FLIR Tools kann sogar ein Video-Stream via USB (nicht radiometrisch) von der FLIR C2 erfolgen. Auch eine Aktualisierung der Firmware ist mit Hilfe dieser PC-Software möglich.

Im Lieferumfang enthalten:

  • FLIR C2 Wärmebildkamera
  • USB-Kabel
  • USB-Stick mit Bedienungsanleitung
  • Einstiegs-Leitfaden
  • Netzteil
  • Trageschlaufe
  • Akku

Fazit – FLIR C2

Die FLIR C2 punktet mit dem handlichen Design und den aussagekräftigen Bildern in der Einsteigerklasse. Auch die Bedienung ist intuitiv und übersichtlich.

Die Akkulaufzeit und die Sensor-Auflösung hätten etwas besser ausfallen können, sind aber noch für den sinnvollen Einsatz ausreichend. Die Wärmebildkamera wirkt aber robust, qualitativ hochwertig und durchdacht.

Alles in allem ist für die FLIR C2 eine Kaufempfehlung für Anwender in der Gebäudetechnik und einfachen thermischen Fragestellungen klar auszusprechen.